Rudern, Paddeln, Schwimmen, Surfen, Segeln, SUP-Paddeln Kite Surfen – es gibt mittlerweile so viele verschiedene Sportarten, die man im Wasser machen kann. Die Vielzahl der Möglichkeiten und Variationen ist unglaublich. Viele dieser Aktivitäten kann man als Anfänger ganz schnell erlernen ohne viel Aufwand. Andere kann man ganz lässig als Hobby betreiben und wieder andere benötigen viel Engagement und Übung. Für letztere benötigt man sehr viele Übungsstunden bis man die Sportart gut beherrscht. Man muss viel Zeit investieren und die Bewegungsabläufe oft durchgehen. Doch welche Sportarten kann man auch am Strand üben und muss nicht die ganze Zeit im Wasser sein?

Surfen

Surfen gehört zu der Kategorie der Wassersportarten, die man nicht mal kurz erlernt und sofort beherrscht. Es benötigt viel Erfahrung und Übung um eine Welle perfekt zu reiten. Doch jeder Profi hat mal klein angefangen und die Bewegungsabläufe gelernt. Das wichtigste ist die Bewegungen so zu verinnerlichen, dass sie von ganz alleine automatisch ablaufen. Eine dieser Bewegungen ist die sogenannte „Take off“ Bewegung. Also das Aufstehen auf das Brett. Es ist zwar irgendwie albern die Bewegung am Strand ohne Wellen zu üben, da es hier überhaupt kein Problem ist, aber nur so kann man sich den Ablauf einprägen. Denn es ist reine Kraftverschwendung den Take Off hunderte Male im Wasser nicht zu schaffen. Lieber übt man die Bewegung am Strand bis es einwandfrei klappt. Die Bewegung muss automatisiert sein und sowohl schnell als auch kontrolliert ausgeführt werden. Im Wasser muss man sich auf andere Dinge konzentrieren und kann nicht auf die Bewegung des Take Offs achten. Deshalb sind Trockenübungen am Strand für das Surfen unumgänglich.

Kite Boarding

Ein weiterer Wassersport, der vor der Ausführung im Wasser unbedingt an Land geübt werden muss, ist das Kite Boarding. Um mit einem Kite übers Wasser boarden zu können benötigt es professionelles Training. Es gibt viele Faktoren, die hier berücksichtigt und gelernt werden müssen. Die Anfänger müssen lernen den Schirm zu beherrschen und zu kontrollieren. Neben den Übungen mit der Lenkmatte stehen außerdem auch das Lernen der Steuerung des Schirms und der Umgang mit den Sicherheitssystemen auf dem Plan. Geübt wird mit einer etwas kleineren Lenkmatte, dem sogenannten Trainer-Kite. So können die Bewegungsabläufe am Strand besser gelernt werden. Um nicht sofort bei einem Windstoß abzuheben wird man während der Übungen von einem Trainer gesichert. Außerdem gibt es eine Sicherheitsleine, die den Schirm sofort wieder herunterholt.

Die Europameisterschaften sind jährlich ein großes Event, auf welches sich alle Ruderer freuen, egal ob Athlet oder Zuschauer. Dieses Jahr findet die Meisterschaft von 2. Bis 5. August in Glasgow statt. Hier werden die Wettstreite auf einem See im Strathclyde County Park ausgetragen. Alle Fakts, Informationen und Wissenswertes gibt es jetzt schon bei uns in diesem Artikel. Doch ob die Deutschen so einfach wie im Cosmo Casino gewinnen werden, erfahren wir erst im August.

Die Europameisterschaft

Die Europameisterschaften im Rudern werden vom Weltruderverband FISA ausgetragen. FISA steht für die französische Bezeichnung Fédération Internationale des Sociétés d’Aviron. Bei diesen Meisterschaften geht es darum den Europameister im Rudern zu ermitteln. Im Jahr 1893 fand in Italien auf dem Ortasee die erste EM statt. Jährlich wurden die Meisterschaften wiederholt mit einigen Ausfällen während der Weltkriege. Nach einer längeren Phase (30 Jahre) während der keine Europameisterschaften stattfanden, sondern nur die Weltmeisterschaften, gab es im Jahr 2007 wieder eine EM. Diese Meisterschaft fand in Polen statt und wird seither jährlich wiederholt. Erst seit 1954 gab es auch eine Meisterschaft für die Frauen, die Jahre davor war dies nicht ausgetragen worden. Die Wettkämpfe werden in allen Olympischen Bootsklassen ausgetragen. 

Die EM in Glasgow

Zum ersten Mal in der Geschichte werden die Europameisterschaften als ein Teil der European Championships ausgetragen. Diese Meisterschaft findet als Sportveranstaltung in Glasgow und Berlin statt. Die Meisterschaften im Rudern finden in Schottland statt und unterliegen dem strengen Regelwerk des Weltruderverbandes. Aus den 46 europäischen Mitgliedsverbänden ist lediglich eine Mannschaft pro Wettbewerb zugelassen. Das heißt ein Land kann maximal 17 Mannschaften pro Geschlecht stellen. Eine Qualifikation für die EM wird nicht ausgetragen.

Seit den ersten Rennen im Jahr 1893 hat sich die Europameisterschaft deutlich weiterentwickelt. Damals gab es lediglich drei Wettkämpfe für Männer. Dieses Jahr gibt es 17 verschiedene Wettbewerbsklassen. Die Ruder Europameisterschaftsveranstaltung wird an vier Tagen in Glasgow ausgetragen. Man rechnet mit über 600 Athleten.

Gestiegene Beliebtheit

Die Beliebtheit des Ruderns ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Es gibt nicht nur immer mehr Menschen, die selbst zum Ruder greifen, sondern auch immer mehr Zuschauer. Die Europameisterschaften haben in den Jahren zwischen 2010 bis 2015 ihr TV-Publikum vervierfacht. Das ist ein enormer Anstieg und man erwartet, dass sich dieser Aufwärtstrend auch in diesem Jahr fortsetzen wird.

Starke Konkurrenz

Das Feld der 600 Athleten weist eine starke Konkurrenz auf. Die Teams möchten an ihre Erfolge bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio anknüpfen oder sich sogar verbessern. Großbritannien führt den Medaillenspiegel zwar an, aber andere Nationen möchten auch erfolgreich sein. Der Heimvorteil der Briten wird zwar viel bewegen, doch andere europäische Nationen wie Deutschland, Niederlande und Kroatien geben sich deshalb nicht kampflos geschlagen.

Bei der EM im letzten Jahr, die vom 26. bis 28. Mai in Tschechien stattgefunden hat, war die Konkurrenz auch schon sehr stark. Die 17 Wettbewerbe wurden auf dem Ruderkanal Račice ausgetragen. Den Medaillenspiegel gewann Italien mit insgesamt 3 Gold, 1 Silber und 4 Bronze Medaillen. Deutschland lag zusammen mit Tschechien auf dem dritten Platz mit 2 Gold und 1 Bronze Medaille.

Die Europameisterschaften im Rudern 2018 in Glasgow werden den Zuschauern einen spannenden Wettkampf bieten. Die 600 Ruderer aus über 40 europäischen Ländern werden die Ruder in die Hand nehmen und versuchen für ihr Land zu gewinnen. Wir sind gespannt wer das Rennen für sich entscheidet und am Ende die meisten Medaillen gewinnt.

Rudern ist über die letzten Jahre hinweg immer beliebter geworden und zählt zu eine der schönsten Sport-Freizeitbeschäftigungen. Mit der Verbindung von Sport und Wasser ist eine aktive Erholung garantiert. Hast du auch Interesse daran Ruder zu lernen? In diesem Artikel haben wir ein paar Tipps für dich, die dir helfen beim ersten Mal richtig „in See zu stechen“ und ein schönes Erlebnis zu haben.

Voraussetzungen und Fitness

Eine wichtige und grundlegende Voraussetzung ist es schwimmen zu können. Man muss mindestens 200 Meter ohne Probleme im Wasser zu Recht kommen, dann kann man einen Ruderkurs besuchen. Eine Altersbeschränkung gibt es meist für die Kurse nicht, jedoch muss ein bestimmter Grad an Fitness vorhanden sein, denn Rudern ist ein anstrengender Sport, bei dem viel Kraftausdauer benötigt wird. Zwar werden während dem Ruderkurs Kraft und Ausdauer deutlich verbessert, der Ruderer muss aber vorher schon eine gute Kondition aufweisen. Außerdem ist ein grundlegendes Wissen über die Rudertechnik von großer Bedeutung. Man sollte vor dem Ruderkurs verschiedene Übungen trainieren um die Schnelligkeit, Kraft und Koordination zu verbessern. Um sich die Bewegungsabläufe bildlich vorstellen zu können kann man YouTube-Videos anschauen.

Rudern lernen

Rudern in der freien Natur ist meist nur von April bis September möglich. In den kälteren Monaten können Anfänger mit dem Indoor-Rowing beginnen um Koordination und Kraftausdauer zu schulen. Fast jeder Ruderverein bietet auch Anfängerkurse an um das Rudern zu lernen. Informiere dich einfach bei dem Verein in deiner Nähe. Da das Rudern eine lange Tradition in Deutschland hat gibt es bundesweit genügend Vereine, wo du deinen Anfängerkurs machen kannst.

Ein Anfängerkurs soll dich näher an das Rudern heranbringen, dir den Spaß am Sport zeigen und dir die Grundlagen beibringen. Es gehört neben der wichtigen Technik auch viel theoretisches Wissen dazu. Man muss beispielsweise die Ruderkommandos kennen, die Regeln auf deutschen Gewässern und auch den Umgang mit der Ausrüstung.

Die Grundlagen

Bevor es mit dem Rudern losgeht, muss jeder Anfänger zuerst die Grundlagen erlernen. Diese Regeln sind wie das kleine Einmaleins, man muss sie jederzeit beherrschen können. Eine dieser Grundlagen ist zum Beispiel die Kontrolle. Die richtige Position einzunehmen ist sehr wichtig, diese auch zu halten noch viel wichtiger. Deshalb sollte man ständig kontrollieren ob man auch richtig sitzt. Die Beine sollen gestreckt sein, die Skulls muss man am Ende anfassen und der Daumen sollte an der Außenseite sein. Solange man im Boot sitzt darf man die Griffe nicht loslassen. Eine weitere Grundlage ist es mit den Blättern flach aufs Wasser aufkommen indem man beide Griffe fest in der Hand hat und sich von rechts nach links lehnt während man die Arme abwechselnd hoch hebt und senkt.

Es gibt zwei verschiedene Rudertechniken. Das Skullen und das Riemenrudern. Der grundsätzliche Unterschied zwischen den beiden ist das Paddel. Beim Skullen rudert man mit zwei Skulls, man hat also in beiden Händen je ein Paddel. Beim Riemenrudern rudert man, wie der Name schon verrät, mit einem Riemen. Beide Hände sind also an einem Riemen und bewegen das Paddel auf einer Seite. Anfänger beginnen meist die Technik des Skullens als erstes zu erlernen.